Sonnenanbeterin Sarah
Die Gerechtigkeit



In mir ist ein tiefes Wissen über Recht und Unrecht. Die Stimme meines Herzens ist nicht immer klar und deutlich zu vernehmen. Ich muss in mich hineinhören, mich in meine eigene Seele hineinspüren.
Mein Herz zittert, wenn Unrecht geschieht und es ist voll Mut und Entschlossenheit, wenn ich eine gerechte Sache vertrete.
Ich fühle mich schwer, wenn ich Schuld auf mich lade und atme erleichtert auf, wenn ich davon befreit bin.
In mir ist ein tiefes Wissen über Gerechtigkeit.

Nichts wird so mit den Füßen getreten wie die Gerechtigkeit. In ihrem Namen wird gemordet, gefoltert und unterdrückt.
Für einen bewussten und empfindsamen Menschen ist es nahezu unmöglich, an menschliche Gerechtigkeit zu glauben. Das Leben erscheint grausam und ungerecht: Der eine lebt im Überfluss und der andere darbt neben dessen Türe. Immer wieder begraben Menschen ihren Gott, weil sie an der Ungerechtigkeit des Lebens verzweifeln.
Im Tarot wird die Gerechtigkeit von einer Frau dargestellt. Sie ist wieder eine Verkörperung der Hohepriesterin (Karte II), die sich auf ihre innere Stimme, auf ihr Gefühl verlassen kann. Hier trägt sie ein Schwert. Im Tarot ist das Schwert ein Zeichen für geistige Kraft. Das bedeutet, dass die Gerechtigkeit nicht nur gütig, sondern auch klar und entschieden ist.
Die Gerechtigkeit hat die Ziffer XI, damit stehen links und rechts von ihr genau gleich viele Karten (I bis X und XII bis XXI), da der Narr mit der Zahl 0 numerisch nicht ins Gewicht fällt. Die Gerechtigkeit hat ihren Platz in der Mitte und sieht über das ganze Lebensspiel hinweg. Sie sieht die Karte I und die Karte XXI, den Teufel und die Liebenden, den Tod und die Auferstehung. Sie bevorzugt keine Karte - sie ist neutral. Aus dieser Position trifft die Gerechtigkeit ihre Entscheidung. Der Mensch, der gefangen ist in der Dynamik des Augenblicks, muss sich ihrem Spruch ergeben.
Das, was ist, ist!
Im Lichte der Karte der Gerechtigkeit richtet der Mensch seine Aufmerksamkeit nach innen. Er vernimmt die Schwingungen seines Herzens und urteilt mit dem Schwert der Wahrheit. Er trifft seine Entscheidungen nicht aus der Laune des Augenblicks, sondern ist neutral, prüft, wägt ab und fällt erst dann seine Entscheidung und sein Urteil.

Aussage

Die absolute Gerechtigkeit
Das, was ist, ist!
Das Gewissen, die innere Stimme
Intelligenz des Herzens
Neutralität

»Ich kann mich auf meine innere Stimme verlassen«
3.8.06 06:56
 
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